Es gibt verschiedene Gründe die Ernährung umzustellen. Die einen wollen einfach gesünder leben, die anderen wollen abnehmen und wieder anderen nutzen eine passende Ernährung zur Linderung von Krankheitssymptomen oder gar als Chance zur Heilung von Krankheiten. Natürlich sieht der sinnvolle Ernährungsplan bei jedem Ziel durchaus anders aus. Doch egal welche Motivation der Antreiber ist, eines haben alle Umstellungen gemeinsam: sie sind vor allem in der Anfangsphase sehr anstrengend, sie fordern Disziplin und Durchhaltevermögen. Manchmal bedeutet sie auch einen enormen Einschnitt in den Alltag und zwingen zu verändertem Verhalten.

Gerade bei gesundheitlich bedingten Umstellungen sind die Betroffenen gern der Verzweiflung nah. Die erlaubten Lebensmittel und die Regeln für die neue Ernährung sind oft streng. Doch eines gilt auch für alle Umstellungen: Die Disziplin wird belohnt.

Typische Herausforderungen sind:

  • die bisher gewohnten und gern gegessenen Lebensmittel sollen nun gemieden werden
  • die zukünftigen Lebensmittel sind schwer zu bekommen oder nur in Spezialgeschäften
  • die Eigenschaften von Lebensmitteln sind oft unbekannt
  • die Auszeichnung auf Etiketten verrät nicht alle notwendigen Informationen
  • die Haltbarkeit der Lebensmittel ist oft zu kurz
  • die tägliche Zeit für die Zubereitung ist zu kurz
  • Mahlzeiten in Restaurants und Kantinen werden (fast) unmöglich
  • die Ernährungsregeln sind manchmal sehr streng
  • Freunde, Familie oder Kollegen können das ungewöhnliche und neue Essverhalten nicht verstehen
  • Kinder mögen die erlaubten Lebensmittel nicht
  • es mangelt an abwechslungsreichen und vor allem einfachen Rezepten
  • Hunger. Unterwegs. Und was nun?

Wie vieles im Leben bedarf es einer guten Organisation, damit der neue Ernährungsplan ein Segen wird und nicht zur Last. Es darf sogar Spaß machen, das Ziel zu erreichen. Manchmal bedarf es nur kleinen Tipps, um den Umstieg zu erleichtern. Sind die ersten Wochen geschafft, stellt sich Übung und Routine ein.

Tipps für den Start in einen neuen Ernährungsplan:

  • Listen Sie alle erlaubten Lebensmittel auf und gruppieren sie diese nach Obst, Gemüse, Kräuter, Fisch, Fleisch, Hülsenfrüchte, Süßes, Öle und Fette
  • Schreiben Sie die Regeln auf, welche es einzuhalten gilt, z.B. lactosefrei, zuckerfrei, glutenfrei, 60% basisch, 70% wasserhaltig, kohlenhydratarm, Rotationsprinzip, Essenszeiten
  • bauen Sie sich verschiedene Kombinationsmöglichkeiten mit den erlaubten Lebensmitteln,
  • probieren Sie neue und eventuell ungewöhnliche Kombinationen einfach aus

Es wird zahlreiche Fehlversuche bei den Rezepten geben, doch mit der Zeit werden auch immer mehr neue Entdeckungen dazu kommen. Und nach ein paar Wochen oder Monaten ist die Ernährungsumstellung keine Umstellung mehr, sondern ganz gewohnter und normaler Alltag geworden.